Thementag für Pflege- und Adoptivfamilien

Der richtige Umgang mit den Medien

Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen ist ein weitverbreitetes und wichtiges Thema. Am 12. Oktober fand im Ministerium ein Tag zum Thema „Medien“ für Pflege- und Adoptivfamilien statt. Die Familien konnten an Vorträgen und Workshops teilnehmen.

Im Oktober fand ein Thementag rund um das Thema Medien statt. Das Ganze richtete sich an Pflege- und Adoptivfamilien in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die Familien konnten an diesem Tag an vielen verschiedenen Vorträgen und Workshops teilnehmen.

Kinder nicht von Medien fernhalten

Gerlinde Wächter vom Medienzentrum hielt einen Vortrag zum Thema „Wie viel Medien braucht mein Kind?“. Sie lud die Eltern ein, die Kinder nicht von den Medien fernzuhalten, sondern sie durch eine begleitete Nutzung medienkompetent zu machen. Tipps dazu sowie kindersichere Apps finden Sie in den weiterführenden Links.

Mediennutzungszeiten sollen bestenfalls in einem Vertrag festgehalten werden. Grundlage dafür ist die Vertrauensbeziehung zwischen Eltern und Kindern. Oft sind die Kinder und Jugendlichen den Erwachsenen medientechnisch überlegen. Erwachsene sollen sich die Zeit nehmen, sich von ihrem Kind erklären zu lassen, womit es sich beschäftigt. Die Informationen ihrer Kinder können sie durch die Informationen aus dem Internet-ABC ergänzen.

Sicherheit im Netz

Sabine Bierfeld und Marita Brüls von der Polizeizone Weser-Göhl unterhielten sich mit den Jugendlichen über Sicherheit im Netz und mit den Pflegeeltern über Risikoverhalten im Netz, insbesondere über Sexting. Sie gaben den Jugendlichen den Rat, nur Fotos von sich zu verschicken, die auch bei der Oma eingerahmt hängen dürfen. Sind Jugendliche durch das Versenden von Nacktbildern zum Opfer geworden, sollen die Eltern ihnen keine Vorwürfe machen, um die Vertrauensbeziehung nicht zu gefährden.

Hilfe gibt es in Fällen von Cybermobbing und Sexting bei Child Focus unter der Notrufnummer 116000 oder auf der Internetseite Clicksafe. Child Focus verfügt über direkte Kontakte zu den sozialen Netzwerken und kann so ein schnelleres Entfernen von gefährdenden Inhalten erwirken.

Videospiele

Stefan Braun referierte zum Thema Gaming. Er versuchte, ein möglichst vollständiges Bild von den oftmals umstrittenen Videospielen zu geben. Jugendliche können beim Zocken wichtige Kompetenzen erwerben, jedoch darf das Spielen nicht zum Hauptlebensinhalt werden. Auch die Altersbegrenzungen sind wichtig zu beachten, da Kinder und Jugendliche noch nicht dieselbe Abstraktionsfähigkeit haben wie Erwachsene. Er warnte auch vor versteckten Kostenfallen in den Games.

Jasminka Muradbasic vom Medienzentrum sprach mit den Jugendlichen über Rechte im Internet. Die Jugendlichen waren erstaunt, wie viele gesetzliche Einschränkungen es für die Benutzung von Bildern und Texten gibt.

Am Nachmittag konnten die Schulkinder im Medienzentrum eigene Trickfilme erstellen.

Weitere nützliche Informationen zu Mediennutzungsverträgen oder dem Internet-ABC sowie Tipps zum Thema Medien finden Sie in den weiterführenden Links.

Einmal jährlich findet jeweils ein Pflege- sowie ein Adoptivfamilientag statt. Außerdem organisiert die Zentrale Behörde der Gemeinschaft für Adoption regelmäßig Thementage für die Familien.