Coronavirus

Maßnahmen-Paket für die Kinderbetreuung

Diese reichen von einer Not-Kinderbetreuung von 06.00 bis 23.00 Uhr über eine Einkommensausfallentschädigung für Tagesmütter und Lohnfortzahlung für die Kinderbetreuerinnen bis hin zur Aussetzung der Kredittage für Eltern.

Seitdem in den Schulen der Unterricht ausgesetzt wurde, wurden alle Eltern gebeten, eine häusliche Betreuung zu organisieren. Dabei stehen insbesondere die systemrelevanten Berufsgruppen wie etwa das Pflegepersonal vor der Frage: Wohin bringe ich mein Kind bei Schichtarbeit?

Ab 23. März 2020 organisiert das RZKB eine sogenannte „Not-Kinderbetreuung“

Diese Not-Kinderbetreuung steht vorrangig den Kindern jener Eltern zur Verfügung, die folgenden Berufskategorien angehören:

  • Ärzte
  • Krankenpfleger
  • Pflegehelfer
  • Familienhelfer
  • Mitarbeiter der Polizei- und Sicherheitsbehörden
  • Mitarbeiter der Feuerwehr

Eltern von Kindern, die ihrer Arbeit an ihrem Arbeitsplatz nachgehen müssen und keine andere Betreuungsmöglichkeit finden, können diese Notfallbetreuung auch in Anspruch nehmen. Dazu müssen beide Elternteile von ihrem Arbeitgeber eine Bescheinigung ausfüllen lassen, die besagt, dass ihre Anwesenheit am Arbeitsort erforderlich ist. Diese Bescheinigung und das Anmeldeformular können Sie auf der RZKB-Internetseite herunterladen.

Kinder mit grippeähnlichen Symptomen werden nicht zur Kinderbetreuung zugelassen.

Wann und wo findet die Not-Kinderbetreuung statt?

Die Not-Kinderbetreuung wird durchgehend von 06.00 Uhr morgens bis 23.00 Uhr abends an folgenden Standorten durch das RZKB gewährleistet:

  • Im Norden:

    • Eupen Kinderkrippe (Hillstraße 9): Kinder 0-3 Jahre

    • Eupen Villa Peters (Monschauerstraße 10): Kinder 3-12 Jahre

  • Im Süden:

    • Sankt Vith Kinderkrippe (Bödemchen 29): Kinder 0-3 Jahre

    • Sankt Vith Grundschule Kgl. Athenäum (Untere Büchelstraße 2): Kinder 3-12 Jahre

    • Bütgenbach Gemeinsame Grundschule (Wirtzfelder Weg 6): Kinder 3-12 Jahre

WICHTIG: Alle anderen Standorte der außerschulischen Betreuung bleiben ab Montag, den 23. März 2020, geschlossen.

Die restlichen Kinderbetreuungsstrukturen funktionieren wie bisher: Die Betreuung bei den Tagesmüttern und in den Tagesmütterhäusern wird weiterhin aufrechterhalten. Auch die Kinderkrippe Hergenrath bleibt vorerst weiterhin während der üblichen Öffnungszeiten geöffnet, d.h. von 7.30 bis 17.30 Uhr.

Wie sieht es mit der Betreuung in den Schulen aus?

Während der üblichen Schulzeiten hat diese weiterhin Bestand. Die Eltern, die weiterhin ihre Kinder zur Beaufsichtigung in die Schule bringen und anschließend die außerschulische Betreuung für ihre Kinder beanspruchen wollen, müssen selbst für die Beförderung zwischen der Schule und dem Standort der außerschulischen Betreuung sorgen.

Die Anfrage für eine Not-Kinderbetreuung ab Montag, dem 23. März 2020, muss spätestens am Freitag, dem 20. März 2020, beim RZKB eingereicht werden: Tel. 087/554830 oder info@rzkb.be 

 

Grundsätzlich werden die Eltern darum gebeten, den Betreuungsbedarf frühestmöglich beim RZKB anzumelden, spätestens jedoch am Vortag bis 13.00 Uhr. Die genauen Modalitäten befinden sich auf der Webseite des RZKB: www.rzkb.be

Einkommensausfallentschädigung für Tagesmütter(häuser)

Der Bildungsminister hat dies den konventionierten und selbstständigen Tagesmüttern zugesichert. Genauer gesagt für den Zeitraum vom 16. März 2020 bis zur Beendigung des Notfallplans. Auch die Tagesmütterhäuser werden darauf zurückgreifen können. Die praktischen Details werden in den kommenden Tagen präzisiert.

Keine Anrechnung von „Kredittagen“

Die Tage, an denen die Eltern ihr Kind während der Periode vom 16. März 2020 bis zum Ende des Notfallplans nicht einer Kinderbetreuungsstruktur anvertrauen konnten, werden nicht als sogenannte “Kredittage“ gewertet. Den Eltern entstehen somit keine Kosten, wenn sie in dieser Zeit nicht auf die vertraglich vereinbarten Betreuungstage zurückgreifen.

Lohnfortzahlung für Kinderbetreuer(-innen)

Die Kinderbetreuerinnen sind für die Betreuung der Kinder der Berufsgruppen, die zur Bewältigung der aktuellen Situation ihrer Arbeit nachgehen müssen, unerlässlich. Aus diesem Grund garantiert die Regierung trotz sinkender Betreuungszahlen die Lohnfortzahlung für die Betreuerinnen, damit diese auch bei weiterem Betreuungsbedarf zur Verfügung stehen.